Akne inversa: Der Kampf mit dem Tabu

Viele Patienten leiden still für sich – dabei wären Diagnose und Therapie eigentlich kein Hexenwerk. Dr. Thorsten Matthes und Dr. Guido Bruning behandeln Tag für Tag Betroffene.

“Es lässt sich nur in Ansätzen erahnen, welches Leiden die Patienten über Jahre hinweg ertragen müssen”, sagt Chefarzt Dr. Thorsten Matthes. Er leitet gemeinsam mit Dr. Guido Bruning das Zentrum für Dermatochirurgie am Krankenhaus Tabea und begleitet hier zahlreiche Akne-inversa-Patienten. “Neben dem medizinischen Aspekt bringt Akne inversa aber vor allem sozial eine stark tabuisierende Komponente mit sich”, so der Experte weiter. Das geht so weit, dass seine Patienten sich regelrecht überwinden müssen, in seinem Behandlungszimmer die Kleidung abzulegen – zu groß ist für sie die Gefahr, mit einem weiteren “Selbst schuld!” abgefertigt zu werden. “Denn genau diese Erfahrung machen meine Patienten oft über Jahre”, erzählt Dr. Matthes. Das ist sogar statistisch belegt: 12 Jahre lang werden Betroffene im Schnitt von Arzt zu Arzt geschickt, bis sie die Diagnose Akne inversa erhalten. Zunächst klingt das nach Hautproblemen, wie sie jeder Teenager hat. Das ist jedoch völlig falsch – und wird in keinster Weise dem Leiden gerecht, das dahintersteckt. Denn mit hormonellen Entzündungen im Jugendalter hat Akne inversa rein gar nichts zu tun. Vielmehr beschreibt die Erkrankung eine chronische Verlaufsform, die zu Eiterbildung in den Achselhöhlen, den Leisten und unter den Brüsten führt.

– Quelle: http://www.mopo.de/26985268 ©2017

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